Alfred Adler
* 7. Februar 1870 in Rudolfsheim bei Wien, †28. Mai 1937 in Aberdeen/Schottland (Arzt und Psychotherapeut) und der Begründer der Individualpsychologie.

Alfred Adler wurde als 2. Kind von insgesammt 6 (4 Jungen/ 2 Maedchen) geboren. Sein Vater, Leopold Adler war ein kleiner Getreidekaufman in Wien. Adler hatte eine Organminderwertigkeit, er litt an Rachitis und einem Stimmritzenkrampf beim Weinen. Als er 3 Jahre alt war starb neben ihm im Bett sein juengerer Bruder. Ein Jahr darauf erkrankte er an einer schweren Lungenentzuendug die ihm beinahe das leben kostete. Die entscheidung Artzt zu werden war gefaellt, und blieb ein leben lang bestehen.

Alfred war ein mittelmaessiger Schueler. Er war er in Mathe so schlecht dass er die 5. Klasse wiederholte und der Lehrer ihm rieht Schuster zu werden. Alfred lernte wie verbissen mathematische probleme zu loesen, bis er einmal vor die Klasse trat und den Lehrer mit seinem Wissen so schockte, dass er von da an zu den aller besten dieses Faches gehoerte.

In Wien studierte er anschliessend Medizien, nahm aber nebenbei an Psychologie und Philosoghie Kursen teil. 1895 bestand er sein Examen und arbeitete im Krankenhaus und an der Polyklinik.

Während des Studiums traf er in einer sozialistischen Studentengruppe Raissa Timofeyevna Epstein, eine Russin, die in Zürich und Wien studierte. Sie heirateten 1897 in Moskau. Aus dieser Ehe stammen die vier Kinder Valentina, Alexandra, Kurt und Cornelia.

Er arbeitete zunächst als Augenarzt und eröffnete kurz darauf eine Praxis für Allgemeinmedizin nahe dem Wiener Prater – einer Gegend, in der seine Patienten in ärmlichen Verhältnissen lebten, was ihn in seinen Ansichten über die Notwendigkeit einer sozialmedizinischen Betreuung der Wiener Bevölkerung bestärkte.

1902 trat er dem Freudschen Diskussionszirkel „Mittwochsgesellschaft“ bei, und wurde Mittglied der Psychoanalytischen Zeitschrift unter Sigmund Freud. Er entwickelte jedoch schon bald eine von der Psychoanalyse abweichende, eigenständige Lehre. Er sah den Menschen nicht von Trieben bestimmt, sondern als freies Wesen, das die kulturellen Aufgaben lösen muss, die ihm das Leben stellt. Diese Gegensätze konnten immer weniger überbrückt werden, und so kam es 1911 zum Bruch mit Freud.
In seiner 1907 publizierten Studie über Minderwertigkeit von Organen legte Adler seinen eigenen Standpunkt und seine neuen Ideen dar und begründete damit die Schule der Individualpsychologie. Er wies auf den Zusammenhang zwischen der Organminderwertigkeit und deren körperlichen und psychischen Kompensation undÜberkompensation hin. Nach dem Bruch mit Freud gründete Adler eine eigene Gesellschaft für freie Psychoanalyse, den späteren Verein für Individualpsychologie. Seine Lehre bezeichnete er als Individualpsychologie., weil er in seiner Arztpraxis feststellte, dass jeder Patient als Unwiederholbar-Einmaliges, als Individuum und als Ganzheit körperlich zu behandeln und psychisch zu verstehen ist.
Adler formulierte die Grundzüge seiner Lehre in seinem theoretischen Hauptwerk Über den nervösen Charakter (1912), in dem er die Normalpsychologie und die Psychopathologie in einem Konzept vereinigte. Mit diesem Buch schaffte die Individualpsychologie in der Fachliteratur den Durchbruch als Alternative zur Psychoanalyse. Im 1913 erschienenen Buch Heilen und Bilden. Ein Buch der Erziehungskunst für Ärzte und Pädagogen. stellten Adler und seine Schüler die Entwicklung der Individualpsychologie. in der

 Erziehungsarbeit dar. 1914 kam es zur Gründung der „Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie“.
Der Erste Weltkrieg brachte einen ersten Unterbruch in der Entwicklung der Individualpsychologie. Adler arbeitete von 1914–16 als Militärarzt in Krakau, Brünn und Wien.

 Adler wollte eine lebensnahe Psychologie schaffen, die dem Menschen ermöglicht, seine Mitmenschen aus deren jeweils individuellen Lebensgeschichte heraus zu verstehen. Seine ab 1920 bewusst im schlichten Stil gehaltenen Bücher und seine Vorträge sollten seine Psychologie jedermann zugänglich und zum Allgemeingut machen. In den zwanziger Jahren hielt er eine Reihe von Vorlesungen an der Volkshochschule in Wien, die er 1927 unter dem Titel Menschenkenntnis veröffentlichte.

Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen war eine Blütezeit der Individualpsychologie. Im Rahmen der Wiener Schulreform konnten Adler und seine Mitarbeiter rund dreißig Erziehungsberatungsstellen in Wien eröffnen. 1920 wurde Adler Direktor der ersten Klinik für Kinderpsychologie in Wien. Ins gleiche Jahr fällt auch seine Lehrtätigkeit am Pädagogium der Stadt Wien. Mit der Publikation Praxis und Theorie der Individualpsychologie (1920), die Vorträge zur Einführung in die Psychotherapie für Ärzte, Psychologen und Lehrer umfasste, begann Adler, seine Theorie detaillierter darzustellen.

Von 1926 an besuchte Adler regelmäßig die USA, wo seine optimistische Lehre vom Menschen als soziales Wesen außerordentliche Popularitäterlangte. Anfang der 30er Jahre war Adler einer der bekanntesten Psychologen der westlichen Welt. An dem von Arthur Kronfeld in Berlin organisierten großen und zugleich letzten 5. Internationalen Kongress für Individualpsychologie sollen über 2.000 Personen teilgenommen haben.

Zur Stärkung und zum besseren Verständnis der Erziehungsprophylaxe publizierte Adler 1929 die Individualpsychologie in der Schule und 1930 Die Seele des schwererziehbaren Kindes. 1933 legt Adler in seinem Spätwerk Der Sinn des Lebens seine philosophische Grundposition dar. Der Sinn des Lebens sei ein entwickeltes Gemeinschaftsgefühl zur Lösung der Lebensfragen, ein Vollkommenheitsstreben zu einer idealen Gesellschaft.

Angesichts der bedrohlichen Zustände in Europa übersiedelte Adler 1934 nach den USA. Er hatte schon seit 1926 eine Gastprofessur an der Columbia University und seit 1932 am Long Island College inne. 1935 erschien erstmals das in englischer Sprache verfasste International Journal of Individual Psychology. Er unternahm immer noch Vortragsreisen nach Europa. Auf einer solchen Reise verstarb er am 28. Mai 1937 in Aberdeen(Schottland) im Alter von 67 Jahren an Herzversagen.

 

Primärliteratur

  • Alfred Adlers Individualpsychologie. Eine systematische Darstellung seiner Lehre in Auszügen aus seinen Schriften Herausgegeben und bearbeitet von Heinz L. Ansbacher und Rowena R. Ansbacher 1956, Reinhardt Verlag München/Basel 1982
  • Gesundheitsbuch für das Schneidergewerbe, Carl Heymanns Verlag, Berlin 1898
  • Studie über die Minderwertigkeit der Organe 1907
  • Zur Kritik der Freudschen Sexualtheorie des Seelenlebens 1911
  • Über den nervösen Charakter (Hauptwerk) 1912, Fischer Taschenbuch 1972
  • Heilen und Bilden 1914, Fischer Taschenbuch 1973
  • Die andere Seite. Eine massenpsychologische Studie über die Schuld des Volkes, Verlag Leopold Heidrich, Wien 1919
  • Praxis und Theorie der Individualpsychologie 1920, Fischer Taschenbuch, ISBN 3596262364
  • Menschenkenntnis, 1927, Fischer Taschenbuch, ISBN 3-596-26080-9
  • Die Technik der Individualpsychologie. Erster Teil: Die Kunst, eine Lebens- und Krankengeschichte zu lesen 1928/1930, Fischer Taschenbuch,ISBN 3596262607
  • Individualpsychologie und Schule 1929, Fischer Taschenbuch 1973
  • Lebenskenntnis 1929, Fischer Taschenbuch 1978, ISBN 3596263921
  • Neurosen. Fallstudien. Zur Diagnose und Behandlung 1929, Fischer Taschenbuch, ISBN 3596267358
  • Die Technik der Individualpsychologie. Zweiter Teil: Die Seele des schwererziehbaren Kindes 1930, Fischer Taschenbuch 1974
  • Das Leben gestalten – Vom Umgang mit Sorgenkindern 1939, Fischer Taschenbuch 1979
  • Das Problem der Homosexualität und sexueller Perversionen 1930, Fischer Taschenbuch 1977
  • Wozu Leben wir? 1931, Fischer Taschenbuch 1979, ISBN 3596267080
  • Der Sinn des Lebens 1933, Fischer Taschenbuch, ISBN 3-596-26179-1
  • Religion und Individualpsychologie, 1933
  • Lebensprobleme. Vorträge und Aufsätze 1937, Fischer Taschenbuch 1994, ISBN 3596117186

Die Geschwisterreihe ist Teil der Individualpsychologie von Alfred Adler und nur einer von drei Wegen die individuelle Zielsetzung eines Menschen zu erforschen.

Die erste Generation

Einzelkinder:

  • Sind wie selbstverstaendlich etwas besonderes (ueber 98% aller Astronauten sind Einzelkinder) dies wird verstaerkt, wenn von einer Person erzogen worden ist oder wenn Eltern auch schon Einzelkinder waren
  • Einzelkind kann auch sein, der mit Geschwistern aufwaechst, die mindestens 6 Jahre aelter oder juenger sind oder wenn nach neuheitat Kinder zu Geschwistern werden
  • Einzelkinder werden oft verwoehnt mit dem Ergebnis der relativen Unselbststaendigkeit, oder der eigenen Staerke
  • Haben keine Geschwisterkonflikte und Machtkaempfe als Kind erlebt, so dass sie sich keiner Konkurenz erwehren mussten
  • Sind oft vertraute der Eltern
  • Koennen so leichter das Intresse der Eltern auf sich lenken
  • Wirken manchmal altklug und sehr vernuenftig
  • Einzelkind, oft Verhaltensfuehrer mit grosser Sachlichkeit
  • Sie waegen generell geziehlt ab wenn eine Entscheidung ansteht und haben es nicht noetig sich anzupassen
  • Eigeninitiative ist wichtig
  • Ichbezogen und koennen trotzdem gut zusammenarbeiten, weil ihnen im Prinzip keiner das Wasser reichen kann
  • Materielle Gueter und Prestige hat keine grosse Bedeutung (es sei denn, wegen Image der Eltern), koennen gut teilen und lieben z.B. Kunst und Kultur
  • Einzelkind ist immer freier Berater als General einer Kompanie
  • Mann: Partnerwahl: oft Frau (aelter), die ihn ein wenig bewundert und seine tollen Intressen teilen kann
  • Frau: Partnerwahl: oft aelterer Bruder von Schwestern, weil er die Frauen prinzipiell stuetzt und bewundert
  • Wichtig: der geistige Kontakt und nicht Aussehen (er/sie selbst ist schon huebsch genug)
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    2-Kind-Familie:
    Das aelteste Kind wird entthront: umso schlimmer, wenn z.B. der langersehnte Junge kommt oder das heissgeliebte Toechterchenmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

    Zwilling:
    Zweieiig oft konkurenzbetont, eineiig oft konkurrenzlos mit extremer Neigung zur Symbiose oder Abtrennung
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    Pseudo-Zwillinge: (Dann, wenn weniger als 18 Monate/2 Jahre auseinander)
    Eins fuehlt sich vernachlassigt (oft das aeltere), das Neugeborene ist ein Gegner an der Brust der Mutter
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    Grosser Bruder – juengere Schwester (Pseudo-Zwillinge)

  • Maedchen wachsen schneller, ueberholt aelteren Bruder. Er fuehlt sich unzulaenglich, sie waechst sozusagen ueber ihn hinnaus
  • Grosser Bruder bekommt gefuehl, Frauen sind besser als Maenner
  • Partnerwahl: Er sucht grosser Schwester –Sie sucht kleineren Bruder
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    Grosse Schwester – kleier Bruder: (gilt fuer Pseudo-Zwillinge und andere)

  • Wenn iher Probleme, da Schwester sich eh schneller entwickelt und somit grosse Schwester bleibt und ist, es sei denn der juengere Bruder ist “Thronfolger”
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    Grosser Bruder – Kleiner Bruder (gilt insbesondere fuer Pseudo-Zwillinge)

  • Aeltere oft intovertiert, etwas gehemmt in seinem Wesen
  • Juengerer Bruder ehrgeizig bis zum Ueberflieger, will kaempfen und fuehren. Es liegen in der Regel weniger Erwatungen auf den Zweitgeborenen. Zweitgeborender aber selten Macho, sondern eher stiller Ehrgeitz (insbesondere bei Verbruederung)
  • Wenn noch mehr geschwister dann moegliche Verbruederung
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    Grosse Schwester – Kleine Schwester: (gilt insbesondere fuer Pseudo-Zwillinge)

  • Aeltere weniger Muetterlich, will fueheren, erfolgreich
  • Juengere mehr die sanftere und ofters VL, es sei denn Vater steht auf starke Frauen (wie aeltee Schwester einer Jungenreihe)
  • Prinzipiell Konkurenz um Vater
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    Grosser Bruder – kleine Schwester (bei 3 – 6 Jahren Unterschied)

  • Idyll, weil jeder kann sein Geschlecht leben
  • Junge=Krohnprinz, braucht seine Position nicht zu verteidigen, frei von Eifersucht, Schwester keine Konkurrentin, sondern kleine Schwester. Er lernt Ruecksichtnahme und sie bringt ihm bei Gefuehle zu zeigen
  • Er bekommt seine Fuehrungsrolle gratis, d.h. Ausdauer ist nicht seine Staerke
  • Kaum ehergeizig, keiene aessere Macht, Reichtum oder Prestige
  • Sie lehrnt, die mannliche Welt wie grosse Schwester zu verstehen, ist aber verspielter als grosse Schwester
  • Hat freie Berufsentscheidung, ist erfolgreich
  • Sie akzeptiert Fuehrung des grossen Bruders
  • Kann sehr anspruchsvoll sein, weniger auf Geld, als auf Harmonie
  • Keine Rangkonflikte in der Ehe
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    Grosse Schwester – kleiner Bruder (bei 3 – 6 Jahren Unterschied)

  • Schwester: muetterlich, mit dem Gefuehl zu kurz zu kommen (Maertyrerin mit Koeniginnenposition, denn sie bestimmt, woe s langgeht), weil sie sich wie selbstverstaendlich um den kleienen Bruder kuemmern muss.
  • Sie kann gut zuhoeren und diehnlich sein (oft beruf wie Psychologin, Beraterin, Erzieherin)
  • Schlimm: wenn der Bruder der Kronprinz ist, da ihre angestammte Fuehrungsposition ausser kraft gesetzt wird und sie fuer die adaequate Erziehung mitverantwortlich ist.
  • Kleiner Bruder lernt, sie fuer sich einzuspannen
  • Schwester lernt so, den Mann als “hilfsbeduerftig”anzusehen
  • Sie bekommt gerne kinder
  • Er hat mit unterstuetzung seiner Frau (aeltere Schwester) Erfolg im Beruf (kein Macho, sondern sehr eher sensibel)
  • Er kann gut schmeicheln, damit ihm unterstuetzung wiederfaehrt. Laeuft es nicht so wie er will kann es aufbrausend sein
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    Grosser Bruder – Kleiner Bruder (bei 3 – 6 Jahren Unterschied)

  • Zwei Brueder sorgen fuer verbissene Konkurenz und konstanten Machtkampf
  • Hohes gerechtigkeitsempfinden (insbes. Bei Grad de Aufmerksamkeit von den Eltern)
  • Aeltere: Fuehrungsposition, Macht; sehr ehrgeizig und machtbesessen (wird verstaerkt, wenn noch mehr brueder folgen)
  • Er schuetzt seinen Besitz
  • Traditionsbewusst und eher ein ernster Typ
  • Siegertyp, falls er die erwartungen erfuellen kann (ansosten Suchtgefahr)
  • Frau ist eher Statussymbol, Kinder muessen in seine Welt passen. Oft Kampf mit aeltestem Sohn, da dieser sich nicht unterordnen moechte, dagegen oft besseres verhaeltnis zur aeltesten Tochter, da er hier gefahrlos mal gefuehl zeigen darf
  • Juengere: hoher Gerechtigkeitssinn (immer aufpassen, dass er nicht zu kurz kommt, da er nicht das Recht des aelteren hat)
  • Sehr empfindlich gegenueber Machtkaempfen und wird dann opponieren
  • Ist das Verhaeltniss zu den Eltern entspannt entschaerft sich das verhaeltniss zu Autoritaeten entsprechend
  • Angehemer Kollege mit Neigung zur Kreativitaet
  • Spitze Zunge und Humor gegenueber Menschen mit Mahtgehabe
  • Praechtiger vater mit spieltrieb
  • Partnerwahl: Frau, die ihn unterstuetzt und einen Freiraum laest
  • mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
    Grosse Schwester – kleine Schwester (bei 3 – 6 Jahren Unterschied)

  • Aeltere: Ausdauer, Selbstataendigkeit, Sorgfalt
  • Fuehrungspesoehnlichkeit mit Zielen und viel Dynamik
  • Sie ist reservemitter und vorbild
  • Traditionsbewust mit hoher erwartung von anderen und an sich selbert
  • Sehr vernuenftig mit grossen organisationstalent
  • Juengere: kreativer
  • Oft unkonventionelle Beruftwahl mit spielerischem Werdegang (zB. Auslandsstudium)
  • Ihr Gefuehlsleben ist oft ein wechselspiel von Anpassung und Aufruhr
  • Wirkt oft femininer, da die ‘maennliche’rolle in Person der Aelteren Schwester schon besetzt war, als sie geboren wurde (warme handschuhe bei der aelteren, rote fingernaegel bei der juengeren)
  • Sie legt wert auf anerkennung ihres Aeusseren. Braucht dementsprechend Maenner als Spiegel
  • Bei schwachem Vater, Problem emit Maennern in Partnerschaft
  • Ein plus kann sein, wenn die juengere Tochter haette ein Junge werden sollen und sie dadurch mutiger erzogen wird
  • Eigene Kinder sind nicht ihr erster wunsch
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    3 Kind Familie

    das mittlere Kind:
    Es ist haufig das eingeklemmte, vergessene, uebersehene Kind mit vielen Variationsmoeglichkeiten: Geschlecht und Altersunterschied sind entscheiden
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    Das Maedchen zwischen zwei Schwestern

  • Oft ueberflusseige Schwester,wenig selbstvertrauen da oft von Eltern keine feste rolle uebertrageb bekommt (anders”grosse Schwester” oder “Nesthaekchen”)
  • Gefahr: Resignation und Depression
  • Zieht sich oft zurueck und entwickelt narzistische Zuege
  • Sehr eifersuechtig
  • Gefahr der Sektenmitgliedschaft (Religion statt Partner)
  • Braucht viel aufmerksamkeit und Anerkennung im Kindesalter. Bekam sie dieses nicht reagiert sie spaeter sehr rebellisch
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    Der Junge zwischen zwei Bruedern

  • Oft hop oder top
  • Will oft Rolle des aelteren Bruders uebernehmen und entwickelt so starken Ehrgeiz
  • Deshalb: kaempferisch gegenueber dem aelteren; arglistig aufpassend gegenueber juengerem
  • Entwickelt so kajere strategien
  • Beruf:zusammenarbeit nur mit weicheren Maennern moeglich, oder genau wie in geschwisterreihe
  • Insbesondere bei Pseudodrillingen wird der mittlere sich z.B einer Elite-Einheit der Armee anschlissen, Selbstverteidigung lernen, Maskuline Ausstrahlung (uber gefuehle redet man nicht)
  • Anfaellig fuer psychosomatische stoerungen
  • Eigene Toechter haben es schwer, da er oft nur mit Worten und Blicken erzieht, nicht mit waerme. Sehr Leistungsorientiert
  • 3-6 Jahre altersunterschied: kampflosere entwicklung und oft groessere redegewandheit bzw. Ueberhaupt eine grosse lebenstuechtigkeit
  • Er sieht seine Frau oft nicht gleichberechtigt, Auto zB. Kann wichtiger sein
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    Der Bruder zwischen zwei Schwestern

  • Der Junge fuehlt sich nicht eingeklemmt, sondern frei
  • Wird gutter Redner, den in Weiblicher Fam. Sprache als mittel gehoert zu werden
  • Kann mit Frauen gut umgehen, kan als partner ofters mal lospoltern
  • Hat aufgrund seiner graties erhaltenen rolle wenig ausdauer und Durchsetzungsvermoegen im Berufsleben
  • Oft nicht der Beste Hausmann
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    Die Schwester zwischen zwei Bruedern

  • Gute Diplomatin
  • Oder gute Dienerin als Mutters Beste
  • Ausgewogene Partnerin und Mutter
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    Die grosse Schwester mit zwei kleineren Bruedern

  • Selbstsicher, resolute, verantwortungsbewust
  • Einerseits braucht sie die Brueder, um Ihre Position zu behaupten, andererseits koenntesn sie ihr den Rang einer Erstgeborenen streitig machen (Ambivalenz)
  • Gute Psychologen fuer Maenner
  • Partnerwahl: juengerer Bruder, der etwas aelter ist als sie selber (Vaterfigur)
  • Keine lust auf Kaffeklatsch
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    Der kleine Buder mit zwei grossen Schwestern

  • Siehe 2 kind Fam.
  • Verspielt
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    Grosser Bruder mit zwei kleinen Schwestern

  • Ausgeglichender als erstgeborener von drei Bruedern
  • Oft dominierender Vater, trotz seiner ansonsten weicheren Umgangsweise mit Frauen
  • Partnerwahl: sucht juengere Schwester
  • Berufswahl: Fuehrung einer weiblich orientierten Gruppe. Oft auch Psychologe oder Berufe, in denen Kommunikation im Mittelpunkt steht (z.B Journalist)
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    Kind der Grossfamilie
    Hier gibt es zahlreiche Kombinations- und Rollenmoeglichkeiten. Haufig bilden sich unbewusst Geschwisterkonstellationen, in denen sieweitgehend dem Muster weniger kinderreicher Fam. Folgen. Wichtig sind hier der einfluss der unmittelbar umgebenden Geschwister. Ebenso ist die Geschlechterverteilung und Altersstrucktur von Bedeutung. Unguenstig ist die Konstelation wenn 3 jungen, dann ein pseudo-Zwillings Maedchen geboren werden. Der dritte Junge sieht bei den Alteren Bruedern keine Schnitte und ihm waechst ein schneller reifendes Maedchen nach. Erstgeborenen positionen werden (zt. extrem)verstaerkt. Nesthaeckchen dagegen bekommen oft alle Freiheiten der Welt und bringen die aelteren Geschwister oft zur Verzeifelung.
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    Fruehere Generationen
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    Satalietenuebertragung “du siehst genau so aus wie dein Onkel”

  • Starke empfindungen der Person, die Peroenlichkeitsstruckturen auf eine andere Person uebertraegt, werden dadurch verarbeitet
  • Fam.steliten sind kontinuirlich in betrieb. Es ist ein staendiges Muster und deswegen auch so dominierend.
  • Hier koennen auch unverarbeitete Konflikte uebertragen werden, so dass der urspruengliche Konflikttraeger symptomfreier wird.
  • mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
    Der innere Film

  • Die erklaerung fuehr ploetzlich auftauchende psychische Probleme wie Depressionen, Angstzustaende oder den starken wunsch nach Veraenderung kann u.a. auch eine Zeit und Situationsbedingte Wiederholungen innerhalb der Fam. zu finden sein.
  • ZB. Starb die Mutter eines Kindes als dieses 10 Jahre alt war. Hat dieses Kind als Vater nun selbst eine zehnjaehrige Tochter, so kann dies ein Ausloeser dafuer dein, in eine tiefe “unerklaerliche ”Trauer zu verfallen.
  • Eine wesentliche Moeglichkeit mit seinem unbelichteten Film umzugehen ist, mit seinem Werdegang kennenzulernen –sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen
  • Es kommt vor das ein Konflikt in der Kindheit wieder belebt werden koennte an seinem eigenen Kind. Unbewusst mag man dies oft nicht zulassen, so das ein anderes Kind geboren wird. Das letzte kind einer Geschwischter reihe ist somit oft die letzte chance eien Konflikt (oder auch etwas positives) an seinem Kind aufleben zu lassen. ZB. Darf das letzte kind gerne klavier lernen…
  • Oder, ich war als 17jaehriger sehr verliebt. Mein Sohn ist heute 17 jahre alt und erfaehrt seine erste liebe. Beim Vater kommen erinnerungen mit der gesammten Gefuehlspalette hoch und ist empfaenglich fuer eine neue Liebe.
  • 1. was versteht Alfred Adler unter „Individualpsychologie“?

    Die Individualpsychologie ist die Psychologie des Einzelnen unteilbaren Menschen, des Individuums.  Der Mensch wird als Ganzheit und Einheit gesehen.  Jede Äußerung muss auf die Gesamtpersönlichkeit bezogen werden.  Dabei ist es wichtig zu verstehen das sich jeder Menschen von einer Minus-Situation zu einer Plus-Situation bewegt. Das Menschliche Seelenleben ist also durch ein Ziel bestimmt.  Jede Bewegung ist auf dieses Ziel gerichtet und kennt man dieses, so kann man sich dadurch seine Bewegung erklären.  In dem Streben nach diesem Ziel entwickeln sich aber auch die Charakterzüge des Menschen.  Adler behauptet, das nur Anlagen aber keine festen Charakterzüge vererbt werden.  Die Umgebung hat einen Wichtigen, aber nicht entscheidenden Einfluss auf den Menschen.  Der Mensch ist also kein Produkt von Vererbung und Umgebung.  Er nimmt sich hieraus nur seine Bausteine, um seiner eigenen schöpferischen Kraft seinen Lebensstiel aufzubauen, oder such seine Einheit zu formen.  Dieser Lebensstiel ist das Einmalige, Einzigartige eines Menschen das ihn von allen anderen Unterscheidet.
    Er formt sich in den ersten vier bis fünf Lebensjahren und verändert sich danach nicht mehr wesentlich, außer durch psychologische Einsicht.
    Auch eine scheinbar gespaltene Persönlichkeit hat einen einheitlichen Lebensstil.  Es ist meist nur so das ein Fehler im Kindheitsalter gespeichert wurde und so die irrtümliche Meinung bestehen blieb.  Wichtig ist, das es zur Einsicht kommt und sie den Lebensstil ändern kann.

    2. Individuelle Zielsetzung erforschen

    Um einen Menschen nun zu erforschen gibt es mehrere Wege:

    2.1. Erste Kindheitserlebnisse

    Von der Anschauung ausgehend, das sie Ersten fünf Lebensjahre einenes Kindes für den späteren Lebensstil entscheidend sind, erscheinen erste Erinnerungen aus dieser Zeit, als wertvolle Schlüssel.
    Wir müssen dabei den tieferen Sinn erraten, der hinter der Erinnerung steckt.
    Gedanken und Gefühle müssen dabei nachempfunden werden werden und die Handlung Ergänzen.
    Auch anzuwenden in der Schule (vom Lehrer), Berufsberater…

    Oftmals gehen fruehzeitliche Erinnerungen mit bekannten Fotos und Erzahlungen einher und es faellt schwer hier zu unterscheiden, oder Zeitfenster sind schlecht festzulegen. Moeglicher weisse gibt es Erinnerungen an Situationen die erfolgreich gemeistert wurden und die einem im gesammten weiteren leben Selbstvertrauen und Staerke geben. Dabei ist der wahrheitsgehalt nicht umbedingt ausschlaggebend, sondern das Gefuehl das gespeichert wurde. Interresant sind aber auch Situationen die angst verursachten, oder das gefuehl des verlierens oder verloren seins. Moeglicher weise sind hier anhaltspunkte zu finden verhaltenschemen zu durchbrechen.

    Meine eigenen Kindheitserlebnisse beziehen sich weniger auf mitmenschliche Situationen.  Kurz vor meinem 3.Lebensjahr zogen wir um, damit faellt es leicht Erinnerungen Zeitlich festzulegen.

    In meiner fruesten Erinnerungen schaue ich aus dem Dachfenster unter dem mein Kinderbett stand. Dabei begleitet mich ein positives Gefuehl, zwischen Sehnsucht und Neugierde.

    Eine andere Erinnerung ist noch tiefer und emotional staerker belegt. Sie bezieht sich auf ein Gebaeude das sich in unserem Dorf befand.  Dieses Haus war nicht nur Schauplatz vieler Traeume, ich verbinde mit ihm auch ein bestimmtes Lied.  Am staerksten ist die Errinerung begleitet von dem Gefuehl von Abernteuer, Aufregung und Leben schlecht hin, aber auch geborgenheit und sicherheit. (so stellte ich mir Jahre lang vor mich in diesem Haus zu befinden wenn es regnete oder donnerte und fuehlte mich sehr wohl).  Ich glaube nicht das ich jemals in diesem Haus war, oder die Besitzer kannte.  Die Allee die zu ihm fuerte und der herrschaftliche Eindruck mag mich beeindruckt haben. Erst etliche Jahre nach dem Umzug erkannte ich bei Besuchen in meinem alten Dorf das dies das Haus aus meinen Traeumen ist.

    Kurz vor meinem 3. Lebensjahr bauten wir unser eigenes Haus. Ich errinnere mich genau an das labyrint an weissen Waenden und das Gefuel der Freude und Aufregung war ueberwaeltigend.

    Gebaeude haben mich immer faszieniert und ich kann mir kaum einen schoeneren Beruf als den des Architekten vorstellen. Trotzdam hat es lange gedauert bis ich den Mut fand meine eigenen Wuensche zu arbeiten und sie umzusetzen. Aber auch der drang zu Reisen und das Erforschen ist nach wie vor ungebrochen.

    2.2. Stellung in der Geschwisterreihe

    Dazu bitte die Beilage „Geschwisterreihe“ beachten.

    2.3. der Traum

    Träume sind unumstößlich Spiegel unserer Psyche.
    Besonders, wenn wir von ihnen aufgeweckt werden (sie also extreme Gefühle in uns auslösen).
    Diese Stimmungen, die sie bei uns hinterlassen, geben Auskunft über unsere Gefühle.
    Träume, auch Tagträume geben uns Impulse und decken in uns selbst etwas auf, was wir in unserem durch den Kopf gesteuerten Alltag übersehen hätten.

    3. der Minderwertigkeitskomplex

    Mensch sein, heißt sich minderwertig zu fühlen. (nicht zu verwechseln mit dem Minderwertigkeitskomplex)
    Jeder Fortschritt ist darauf zurückzuführen, das der Mensch danach strebt, sein Minderwertigkeitsgefühl zu überwinden.
    Aus dem Gefühl der Unzulänglichkeit, der Unsicherheit erwächst ein Streben nach Vervollkommnung, nach Sicherheit.
    Das Kind spürt seine Körperliche Unzulänglichkeit, was in ihm ein Minderwertigkeitsgefühl hervorruft.
    Dieses Gefühl, spornt das Kind an, aufwärts zu streben.

    Der Minderwertigkeitskomplex allerdings, spornt nicht an, sondern lässt uns unfähig werden die Lebensprobleme zu lösen.
    Dieser Komplex entspringt aus drei Quellen.

    3.1. Organminderwertigkeit

    Organschädigung kann morphologische oder auch funktionelle Störungen als Ursache haben.
    Wenn das Organ den Anforderungen nicht gerecht werden kann, so wirkt es sich nicht nur körperlich, sondern auch psychisch aus.
    Der Mensch bekommt ein ganz eigenartiges Gepräge, das in der Folge zur Grundlage von Neurosen und Psychosen werden kann.
    Das heißt, das Organminderwertigkeit ein Zeichen für nicht geglückte Kompensation, einer Falschen psychischen Einstellung ist.
    Allerdings muss sich dieses nicht unbedingt Schädlich auswirken, sonder kann kompensiert werden und zu Höchstleistungen führen.
    Gerade unter Schauspielern und Rednern findet man frühere Stotterer, oder „schönheitsfehler“ am Mund.
    -Minderwertige Organe sind solche, die gegenüber den äußeren Anforderungen keine genügende Leistung zeigen.
    -Dies kann sich Schädlich Auswirken, (nervöse Krankheiten) oder durch Kompensation zu Höchstleistungen führen.

    Auch ist Adler der Meinung, das Krebs nicht Vererbt wird, sondern höchstens die Minderwertigkeit des Organs, welches später befallen wird.
    Beispiele:
    – Schlecht sehende Maler: Monet, Homer, Milton, Rossetti,
    – Taube Komponisten/ Musiker: Smetana, Beethoven, Robert Franz
    – Sprachschwierigkeiten: Demostenos, Goethe

    Geiz und Mangelzustände sind oft zusammen vorzufinden. Viele Mangelempfindliche Menschen werden Köche.
    Wie sich nun danach Organminderwertigkeit Auswirkt, hängt laut Adler von dem Grade des sozialen Interesses ab.
    Nur bei einem Menschen, dessen Interesse für andere nicht von frühster Kindheit an entwickelt wurde, kann eine Organminderwertigkeit zum Minderwertigkeitskomplex führen.

    3.2. Verzärtelung

    Die Muter/Vater nimmt dem Jüngsten oder auch oft dem Einzelkind alle Aufgaben ab, so das es sich nicht richtig entwickeln kann. (Z.B. Gemeinschaftsgefühl )
    Die Kinder lernen nicht zu Kooperieren. Es tritt oftmals bei schönen Gesunden Menschen auf, und hat meist Rücksichtslosigkeit zur Folge.
    Während ein „normales“ Kind Mut, Tatkraft und Anpassungsfähigkeit entwickelt, zeigt sich bei Verzärtelung nur Private Intelligenz, oft Feigheit und Neigung zu Tricks.

    Das Produkt:
    Überempfindlichkeit, Mangel an Ausdauer, Ungeduld, Gier und starke Übererregbarkeit.
    Viele verzärtelte Menschen gehen gut vorwärts, solange die Wege eben sind.
    Bietet sich ihnen jedoch ein Hügel, so bleiben sie stehen, weil sie ja nicht gelernt haben, Schwierigkeiten zu Überwinden.
    Da sie nicht wissen, das es sich nur um einen Mangel an Training handelt, glauben sie, das sie nicht Fähig dazu währen und entwickeln einen Minderwertigkeitskomplex.

    3.3. Vernachlässigung

    Häufig bei 1. Geborenen, wenn das 2. Kind folgt. Durch den erlebten Verlust sehen die Kinder ihre Welt als Feindlich an. (Besonders denjenigen, die nicht diesen Verlust erlebt haben, wird oftmals Hass entgegen gebracht).
    Heimkinder müssen nicht unbedingt ein Minderwertigkeitsgefühl entwickeln, da sie immer die Möglichkeit hatten ihr Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.
    Unerwünschte Mädchen haben schnell einen Komplex, der durch Kompensation in die Männliche Rolle ausgeglichen wird.

    4. Überlegenheitskomplex

    Einige Menschen verstecken ihren Minderwertigkeitskomplex hinter einem Überlegenheitskomplex:
    Er ist zu erkennen an Haltung, Charakter und Meinung von der eigenen übermenschlichen Gabe und Leistungsfähigkeit.
    Übertriebene Ansprüche an sich selbst, und an andere, Eitelkeit (Oberflächlichkeit) unbedingtes Hervorheben (äußere Erscheinung), aus der Art fallendes Auftreten (äußerlich) sind Erkennungszeichen.
    Dazu kommen: übertriebenes männliches Auftreten bei Frauen, weibliches bei Männern, Hochmut, Gefühlsüberschwang, Snobismus, Prahisucht, tyrannisches Wesen, Nörglersucht, Entwertungsverhalten, übertriebene Heroenkult oder und sich diesen anzuschließen, oder sich über Kranke, Schwache zu gebieten.
    Ebenso Affektsteigerungen wie Zorn, Rachsucht, Trauer, Enthusiasmus, habituell schallendes Lachen, Weghören und Wegschauen beim Zusammentreffen mit anderen Menschen, lenken der Gespräche auf die eigene Person, habitueller Enthusiasmus ohne erkennbaren Anlass…
    Diese Menschen sind oftmals gut im Berufsleben (erfolgreich), können aber keine Beziehungen aufrecht erhalten.
    – streben nach Macht!(ohne je mit sich zufrieden sein zu können!)
    – sie müssen sich selbst vor anderen und sich selbst beweisen.

    Dabei Unterscheidet Adler 4 Typen:
    – nicht überheblich, Löst seine Probleme zur allgemeinen Befriedigung
    – will Herrschen, unterdrückt und benutzt andere dazu, setzt sie runter und sich selber rauf. Erhabenheit
    – nehmender (größter Anteil) meist verzärtelte Menschen. Veranlassen andere für sich zu Handeln und gelangen so zu ihrer Überlegenheit.
    – Vermeidet Entscheidungen, so kann er keine Fehler begehen ist immer Herr der Situation (vermeidend)

    Stets handelt es sich beim Überlegenheitskomplex um die Form der Persönlichen Überlegenheit, nie der Sachlichen!
    Manche Männer sind auf ihre Muskeln stolz, andere auf ihre Bildung oder Besitz und sehen Verachtungsvoll auf die anderen runter. Oft blicken sie auch auf Frauen herab.

    5. Über die sogenannte Minderwertigkeit der Frau

    Es gibt das schwache und das starke Geschlecht.
    Frau sein= schwach-, minderwertig-, unter dem Mann sein.
    Schon als kleines Kind bekommt man die Rollen auferlegt und die Werte
    injiziert.
    Auch heute noch werden Jungen dazu erzogen auf Mädchen herab zu kucken.
    Der ärgste Tadel ist für sie als weibisch bezeichnet zu werden.
    Der Mann macht seine Hilfsbereitschaft immer von der sexuellen Hingabe und Bereitschaft der Frau abhängig.
    Dabei ist es kein Wunder das die Frau minderwertigkeitskomplexe bekommt.
    Gesetze sind von Männern gemacht, höhere Berufe von ihnen besetzt. Dabei gilt es aus dem Teufelskreis auszubrechen und das hängt allein an den Frauen.

    6. Kommentar

    Wichtig ist hierbei die Quelle des minderwertigkeitskomplexes aufzudecken und zu der Einsicht zu gelangen, dass sie nicht durch ihre Kindheitssituation gezwungen waren diesen Komplex zu bekommen.
    Die Änderung ihrer irrtümlichen Meinung vom Leben und schließlich das Training, Mut, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und Mitmenschlichkeit zu entwickeln.

    7. Die drei Lebensprobleme

    7.1. Mitmenschlichkeit

    Bei der Betrachtung eines Menschen sieht die Individualpsychologie diesen Menschen nie isoliert, sondern in seiner Bezogenheit zur Welt.
    Nur in seiner Stellungnahme zur Umwelt enthüllt sich uns der Mensch.
    Das heißt, in der Art, wie er die drei großen Lebensprobleme löst, können wir ihn verstehen.
    Mitmenschlichkeit, Beruf, Liebe und die Ehe sind diese drei Fragen, die an jeden Menschen heran treten, mit denen sich jeder einzelne auseinander
    setzen muss. Schon bei der Geburt beginnt die erste Zusammenarbeit. Wenn das Kind bei der Mutter trinkt, sieht Adler darin nicht den Sadistischen Akt wie viele andere (Freud), sondern die erste Kooperation: die gefüllte Brust kommt dem Kind entgegen. Die Mutter ermöglicht dem Kind damit sein Dasein. Es liegt in dem Händen der Mutter, das Gemeinschaftsgefüge des Kindes zu erwecken und zu fördern, oder zu erdrosseln.
    Ihr Einfluss wirkt sich auf das ganze spätere Leben des Kindes aus. Durch die Mutter lernt das Kind zu Kooperieren.
    Sie muss die Interessen auf den Vater, die Geschwister, auf Volk und Menschheit ausdehnen.
    Oft ist der Mutter die Größe dieser Aufgabe gar nicht klar.
    Vor Allendingen ist es Wichtig dem Kind Mut einzuflößen, damit es tapfer an die Bewältigung seiner Aufgabe im Leben herantritt.
    Mitmenschlichkeit und Mut sind eng miteinander verbunden, da nur derjenige, der sich mit anderen Menschen verknüpft fühlt mutig seine Probleme bewältigen kann.
    Menschen, die andere als feindselig ansehen, werden sich entweder ängstlich zurückziehen, oder feindliche Akte begehen, die nicht auf Mut zurückzuführen sind.

    Vielen kann man schon ansehen, ob sie Mitmenschen sind oder nicht. Der feindliche oder abweisende Blick, der leere blick weisen auf mangelndes Interesse an anderen hin. Ebenso kann man durch die Art des Zuhörens den Mitmenschen erkennen. Manche hören nie zu, werden plötzlich schwerhörig bei unangenehmen Themen…
    Auch die art des Sprechens, Hände zu Schüttelns und sich zu Bewegen zeigen die Kontaktfähigkeit des Anderen.
    Für viele ist es auch leichter die ganze Welt zu Umarmen, als einen einzelnen.(Aufopferung in sozialer Arbeit)
    Goethe, Prof. A. Einstein… verwendeten die Hälfte ihrer Zeit für andere.
    Gewährleistet ist die volle Entwicklung des Menschlichen Körpers und Geistes am besten, wenn sich das Individuum in den Rahmen der idealen Gemeinschaft, die zu erstreben ist, einfügt als ein Spendender und Wirkender. Adler befürwortet also die sehende Einordnung. Es sollte so sein, dass jeder seine Fähigkeiten zu seinem Nutzen und zum Nutzen und Wohle aller Menschen entfalte.


    7.2. Beruf

    Am schwersten fällt es verzärtelten Kindern, eine Arbeit selbstständig auszuführen, denn sie sind immer in der Meinung aufgewachsen, dass ein anderer ihnen helfen müsse.
    Das hinausschieben der Berufswahl, das Vortwährende wechseln der Berufe ohne etwas zu leisten, oder das Abbrechen vor der Prüfung z.B. durch Krankheit… lässt auf einen Minderwertigkeitskomplex schließen.
    Auch Berufsfanatiker haben meist eine irrtümliche Meinung vom Leben.
    Ihre Arbeit ist oft nur eine Flucht vor dem Lösen der Lebensprobleme.
    Übergroßer Ergeiz versetzt viele Menschen in eine zu starke seelische Spannung und hemmt dadurch die volle Entwicklung ihres Könnens.
    Nur wenn sie sachlich zu ihrer Arbeit eingestellt sind, können sie ihre Fähigkeiten voll entwickeln/entfalten.
    Spiele sind auch in der Berufswahl ganz wichtig, weil sie im Gegensatz zum zwang der Arbeit uns die Neigung der Kinder verraten.
    Es ist daher wichtig, das Eltern bereits früh darauf achten, ob das Kind eine ausgesprochene Neigung für einen Beruf hat und diesen weiter zu entwickeln trachtet.

    Oft geben uns die Spiele der Kinder Anregungen.
    Am schlimmsten ist es wenn Eltern ihre Kinder zu einem bestimmten Beruf zwingen, für den er gar keine Neigung hat.
    In den meisten Fällen tritt dann ein schweres Versagen auf.
    Es ist daher von größter Bedeutung, dass jeder Mensch den richtigen Platz im Getriebe der Menschheit einnimmt und den richtigen Beruf wählt, den er mit vollen Kräften ausfüllt.

    7.3. Liebe und Ehe

    Für Adler ist die Liebe eine Aufgabe für zwei Leute, die in der Ehe ihren Höhepunkt findet.
    Jeder hat den Wunsch, dem anderen das Leben zu verschönern und reicher zu gestalten. Ein gegenseitiges geben und nehmen findet statt.
    Liebe ist das schönste, höchste und Reichste, das ein Mensch dem anderen zu geben vermag.
    Man liebt den Partner mehr als sich selbst, bejahrt ihn mit all seinen Fehlern.
    Diese höchste form der Liebe kann nur von Mitmenschen erreicht werden, denn nur sie allein sind imstande, das Wohlergehen eines anderen vor ihr eigenes zustellen.
    Es gibt allerdings kein anderes Rezept für eine Gute Eheführung. Das Lieben eines Menschen ist nur ein Ausdruck seiner Gesamtpersönlichkeit. Daher ist es Wichtig den eigenen Lebensstiel wie denn des Partners zu kennen.
    (Schoppenhauers Abneigung gegen das Weibliche Geschlecht ist auf eine ihn verachtende Mutter zurückzuführen.
    Überhaupt sind Frauen oftmals das Motiv für großes Unglück in der Literatur.
    Diese jungen Männer und Frauen sind also nicht richtig für das Lebensproblem vorbereitet.
    Frauen haben oftmals gelernt, niemals ihre sanften, zärtlichen Gefühle zu zeigen. Sie trainieren auf Distanz. Einige Menschen suchen dem Fehlerfreien Partner, jagen einem Pantom hinterher. Andere bevorzugen vergebende Personen, oder stürzen sich in rasante Liebesabenteuer. Es gibt viele Gründe warum so oder so gehandelt wird.
    Es hat sich als Vorteil herausgestellt, wenn der Partner aus der gleichen Schicht kommt wie man selbst.
    Ein ewiges Aufschauen lässt bei den tiefer gestellten Menschen druck entstehen der nicht lange ausgehalten werden kann.
    Ein Trinker wird nicht plötzlich trocken, nur weil er aus dem Milieu heraus ist und eine tolle Frau hat.
    Sein Trinken entsteht aus einem Minderwertigkeitskomplex, der durch einen Gesellschaftlichen aufstieg eher noch größer wird. So versucht dieser dann den anderen mit zu sich nach unten zuziehen.
    Wichtig ist, ob der zukünftige Partner Freunde hat, und seinen Beruf schätzt. Weiterhin sollte man herausfinden, ob man mehr geliebt wird als er sich selbst.
    Die Gleichwertigkeit, sowie der Wunsch ein ganzes Leben miteinander zu verbringen sind Voraussetzung.
    Wichtig zum Schluss, Eifersucht ist kein Zeichen für Liebe, sondern für Egoismus- der Mensch gehört mir.

    Irrtümliche Lösungen der Lebensprobleme:
    – Schwererziehbarkeit
    – Verbrechen
    – Neurosen
    – Männlicher Protest
    – Homosexualität
    – Sadismus
    – Masochismus
    – Fetischismus

    Bei allen Formen ist das soziale Interesse unterentwickelt.

    9. Web Linkes

    Diagrammatische Darstellung der Stadien – Individualpsychologie

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    Literaur

    Studie über die Minderwertigkeit der Organe – 1907
    Zur Kritik der Freudschen Sexualtheorie des Seelenlebens – 1911
    Über den nervösen Charakter (Hauptwerk) – 1912
    Heilen und Bilden – 1913
    Praxis und Theorie der Individualpsychologie – 1920
    Menschenkenntnis – 1927
    Die Technik der Individualpsychologie – 1928/1930
    Individualpsychologie und Schule – 1929
    Die Seele des schwererziehbaren Kindes – 1930
    Das Problem der Homosexualität – 1930
    Der Sinn des Lebens – 1933
    Religion und Individualpsychologie – 1933

    Sekundärliteratur

    Josef Rattner: Alfred Adler – Rowohlt Bildmonographie
    Paul Roazen: Sigmund Freud und sein Kreis, Gustav Lübbe Verlag 1976