Peter Albert David Singer (* 1946 in Melbourne, Australien / Philosoph und Ethiker)
“Der Wert des Lebens und die Begrenzung des Todes”
Er geht davon aus, dass es falsch ist Personen Schmerzen zuzufuehgen, die diese bewust wahrnehmen. Die Abgrenzung erfolgt darueber ob sie ein elementares bewustsein besitzen wie z.t. die gleichen intressen am Leben. Abgestuft wird nach Bewustsein und noch hoeher, nach Selbstbewusstsein. Tiere die ja bekanntlich leben wollen, ein Sozialbewustsein haben duerfen daher genausos wenig schmerzen zugefuehgt werden wie Menschen. Embrios jedoch, die dieses Bewustsein noch nicht besitzen duerfen eher getoetet (abgetrieben) werden, wenn die Mutter (Eltern) dieses will und ihr selbst damit keine Schmerzen zugefuehgt werden. Das allgemein fuer gueltig anerkannte kriterium, dass der Tot mit mit dem Gehirntot eintritt, ist ein Zeichen dafuer, dass wir bei Menschen schon nach diesem kriterium entscheiden, obwohl zB. Frauen noch 3 Monate nach deren Gehirntod gesunde Kinder zur Welt bringen koennen. Trotzdem entscheiden wir so, das der Gehirn Tote Mensch kein bewustsein mehr besitzt.
Warum nicht also auch einen Menschen fuer tot erklaeren dessen bewustsein abgestorben ist (nur das hoeher entwickelte Gehirn)? Wenn wir erst in der Lage sind dies zu diagnostizieren wird es sicher so weit kommen. Wie aber steht es mit Geistig behinderten Menschen?
Wenn diese Menschen kein Bewustsein besitzen (kein Selbstbewustsein) ist deren Leben, seiner Meinung nach nicht so hoch einzuschaetzen wie das einen Hundes oder das eines Nashorns. Kleinkinder die noch kein Selbstbewustsein besitzen sind also auch geringer einzustufen als gesunde Erwachsene Menschen und liegen in etwa auf der selben Stuffe wie Tieren.
Ein anderer Punkt ist der, dass zum wohle der Allgemeinheit enschieden werden sollte.
Hitler z.B. haette getoetet werden muessen, oder zumindes haetter er an seinen Taten gehindert werden muessen (so wie alle Mithelfer)! Schwierig wird es jedoch wieder, wenn man dieses in Werten festlegen will. Ein ungeliebter, unangenehmer Mensch mit viel Geld ist also weniger wert als einer der sich fuer das Gemeinwohl einsetzt?
Es ist schwer hier Richtlinien zu treffen, ab wann ein Mensch weniger wert ist als ein Tier!
Web-links
- http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Singer
- Literatur von und über Peter Singer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- www.utilitarian.net – umfangreiche Linkliste zu internationalen Beiträgen Singers
- www.ewetel.net – Linkliste zu verschiedenen Arbeiten und Besprechunge zu Peter Singers Thesen und Büchern
- www.princeton.edu – Homepage von Peter Singer
- www.project-syndicate.org – Aufsätze von Peter Singer, auch auf deutsch verfügbar
- www.heilpaedagogik-online.com – Interview mit Peter Singer in der Online Zeitschrift Heilpädagogik 1-2004 (pdf 415kb)
- www.heise.de/tp – Telepolis-Artikel: Tötung „lebensunwerten“ Lebens? von Detlef Linke (1996)
- Peter Singer Links auf Deutsch – verschiedene Links zu Peter Singer
Kritische Webseiten:
- Bless Peter Singer – criticism by Rabbi Avi Shafran
- The Worth of Human Life is Unquestionable – rebuttal to Singer’s views
- Wall Street Journal attacks animal rights advocate Peter Singer
- Statement of Marca Bistro, chairperson, National council on disability: regarding the hiring of Peter Singer
- Against the Philosophy of Peter Singer – from the Disability Rights Education and Defense Fund (DREDF)
- What’s love got to do with it – The Ethical Contradictions Of Peter Singer
- How to murder a Bolivian boy, Anthony Daniels, The New Criterion, Vol. 19, No. 10, Juni 2001 (Englisch)